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1 Wehrmacht - MP34ö
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Artikelnr.: 53573

1 Wehrmacht - MP34ö

Deko-MP/STG ••• Kaliber ehemals 9mm Luger/Para

Sobald uns die neuen EU-Richtlinien zum Dekoumbau vorliegen, wieder lieferbar.

Original Steyr-Solothurn MP34ö als Dekowaffe in gutem bis sehr gutem Zustand.
Ausschließlich nummerngleiche Originalteile, größtenteils mit WaA Abnahmestempel.
Originalfinish wahlweise brüniert oder lackiert. Keinerlei Fremdstempel.

Neben den üblichen Änderungen an Lauf und Verschluss ist zusätzlich der Lauf mittels einem kleinen Stift gegen Ausbau gesichert. Spannen und Abschlagen ist daher möglich.
Der Beschussamtsrautenstempel ist an einer unscheinbaren Stelle (unterhalb vom Magazinschacht, vor Schaft) angebracht.

Mit dabei ist ein 32 Schuss Magazin mit WaA und Steyr Firmenstempel (Zielscheibe) und brünietem Finish.

Die hier angebotenen MP34ös wurden 1942 für den Portugalkontrakt hergestellt und genau wie die K98 aus dem Portugalkontrakt später dann von deutschen Streitmächten eingesetzt.

Die im ersten Bild oberhalb und im zweiten Bild unten abgebildeten MP34ö aus früher Fertigung mit SSW Wappen als auch das rund um zu sehende Zubehör und die Ersatzteile sind nicht Bestandteil dieses Angebots und dienen nur zur Dekoration. Können Aber separat erworben werden.


Infos und Geschichte
Die MP34ö verfügt über einen Abzugsmechanismus mit Unterbrecher. Über einen Feuerwahlhebel konnte somit ursprünglich wahlweise Einzel- oder Dauerfeuer mit zuschießendem Verschluss geschossen werden.
Durch aufpflanzen des M95 Bajonetts, konnte sie auch als Stichwaffe eingesetzt werden. Die Firma "SIMSON & Co SUHL" fertigte zu seiner Zeit, speziell für die MP34ö, Bajonette, die durch die hochwertige Verarbeitung der MP34ö ebenbürtig waren. Diese überaus seltenen Bajonette lassen sich leicht vom M95 Bajonett unterscheiden und finden Sie neben ebenso hochwertig verarbeiteten Lederriemen, verschiedenen Ersatzteilen, Magazin- und Werkzeugtaschen ebenfalls in unserem umfangreichen MP34ö Sortiment.

Unterschiede zwischen MP34ö aus früher Fertigung (SSW) und denen aus dem Portugalkontrakt (P):
Schaft: Nussbaum mit Ölfinish (SSW, P)
Visierung: höhenverstellbare Schiebekimme bis 500 m/ seitenverstellbares Korn (SSW, P)
Nummerngleich: ja (SSW, P)
Überarbeitet: nein (SSW, P)
Finish: ca. 75% - 95% erhaltene Brünierung (P) oder gräulicher Phosphatierung und darüber Lackierung (SSW, P)
Ladestreifenaufnahme für: gerade 8 Schuss Ladestreifen (SSW), krumme 10 Schuss Ladestreifen (P)

Stempel/Beschriftung:
Gehäusedeckel vorne, oben: SSW = Steyr-Solothurn Waffenfabrik Firmenlogo (SSW) / portugiesisches Wappen, "1942" (P)
Gehäusedeckel hinten, oben: Steyr Wappen (P)
Schaft rechts: portugiesisches Wappen, "1942" (P)
Schaftkappe: ein Kreuz und meist ein Kreis (P)
Aufnahmeblech zum Schieber zur Einstellung von Einzel- und Dauerfeuer: "E", "D" (SSW) "T", "S" (P)
WaA Stempel: keine oder vereinzelte (SSW, P mit niedriger S/N) fast alle Teile mit WaA189 und kleinem Steyr Stempel (P)
Sonst die übliche Benummerung (SSW, P)

Neben den zuvor genannten Unterschieden gibt es nur einen weiteren Unterschied.
Die Verschlusssicherung an den Exemplare aus früher Fertigung sind ähnlich wie bei einer MP40, durch eine entsprechende Ausnehmung im Gehäusedeckel für den Spannhebel ausgelegt.
Die MP34ös aus dem Portugalkontrakt hingegen sind mit einem speziellen Sicherungsschieber ausgestattet. Beim Vorschieben des Sicherungsschiebers greift der Haken einer Blattfeder in einer der beiden Ausnehmungen im Verschluss in gespannter oder abgeschlagener Stellung ein und blockiert diesen.

Ich persönlich als Büchsenmacher muss einfach sagen, dass die Steyr-Solothurn MP34ö meine absolute Lieblings MP ist.
Jeder der dieses Stück Handwerkskunst schon mal in den Händen halten durfte oder sogar die Chance hatte, ein paar Schüsse damit abzufeuern, was jetzt wie zuvor beschrieben durch unseren BKA Feststellungsbescheid möglich ist, wird mir zustimmen, dass die MP34ö nicht nur allein schon optisch beeindruckt, sondern insbesondere für einen Waffentechnik begeisterten ein absolutes Muss ist.
Ich hatte jetzt schon mehrere Exemplare in der Hand, jedoch muss ich schamlos zugeben, dass mir allein beim Betrachten des Gehäuses immer wieder schwindelig wird.
Kaum zu glauben, dass solch ein überaus aufwändiges Frästeil bereits vor 1934 aus einem Stück Stahl gefräst, so präzise verarbeitet und anschließend militärisch eingesetzt werden konnte.
Allein der Gedanke, dass dieses lange, unsymmetrische Stück Stahl (Gehäuse) mit verschiedensten Wandstärken sich nach jedem größeren Fräsvorgang und insbesondere nach dem Härten sicherlich komplett verzogen haben musste, Lauf und Verschluss jedoch so eingepasst werden konnten, dass der Verschluss als rundes Drehteil saugend durch das Gehäuse gleitet, die Läufe fast spannungsfrei eingeschraubt wurden und somit ausgezeichnet schießen, ist fast unvorstellbar.

Eine absolute Besonderheit liegt darin, dass der integral am Gehäuse ausgearbeitete Magazinschacht zugleich als Magazinlader dient. Hier wird einfach das Magazin von unten in den Magazinschacht eingeführt und anschließend mit Hilfe von Ladestreifen in Windeseile geladen.

Doch nicht nur die Technik, Fertigung und Verarbeitung macht diese Pracht-MP so einzigartig. Auch die Geschichte und der damit verbundene Einsatz verstärkt die Faszination.
Auch wenn die Steyr MP34ö in der Fertigung die wohl aufwändigste und somit in der Fertigung die teuerste Maschinenpistole aller Zeiten darstellt, wurde sie von verschiedensten Streitmächten und Einheiten rund um den Globus eingesetzt.
Selbstverständlich im österreichischen Heer der Polizei als auch später dann bei der Wehrmacht, Luftwaffe, Marine, XX, im Zusammenhang mit dem Portugal Kontrakt bei der portugiesischer Armee und bei vielen Weiteren während und noch lange nach dem zweiten Weltkrieg.
Im Zuge der Herstellung mehrerer Exportmodelle entwickelte sich über die Jahre ein Spektrum verschiedenster Kalibervariationen:
9mm Luger/Para, 7,65 Para, 9mm Bergmann, 9mm Steyr, 9mm Mauser Export, 7,63 Mauser und sogar .45ACP

Auf Grund der Aufwändigen und somit kostenspieligen Herstellung wurden insgesamt nur knapp über 20.000 Exemplare hergestellter. Somit ist die MP34ö einer der seltensten Waffen überhabt und beispielsweise noch seltener als eine MP38 (ca. 30.000). Die MP34ö ist und wird in Zukunft immer schwieriger zu bekommen sein. Wobei in der Vergangenheit doch des Öfteren die mit dem portugiesischen Wappen versehenen Stücke aus dem Portugalkontrakt mit mehreren WaA Abnahmen angeboten wurden. Bei den meisten Exemplaren aus unserem Bestand handelt es sich eben genau um diese aus dem Portugalkontrakt.
Es waren aber auch ein paar MP34ö aus früherer Fertigung mit Steyr Wappen, die vom österreichischen Heer und später dann von der Wehrmacht und anderen deutschen Einheiten eingesetzt wurde, dabei.
Diese sind äußerst selten.

Fazit
Dies ist wohl die letzte Chance eine dieser Waffentechnischen Kunstwerke zu einem so niedrigen Preis erwerben zu können.
Ihnen ist sicherlich bekannt, wie die Preise steigen, sobald die Ressourcen knapp werden.
Man erinnert sich immer am meisten an die Stücke, die einem durch die Lappen gegangen sind. Lassen Sie es nicht so weit kommen und sichern Sie sich diese überaus gute Wertanlage.

Technische Daten

  • Kaliber: ehemals 9mm Luger/Para
  • Schaft: Schichtholz und Massivholz variabel
  • Zustand: 2; 3 = leichte Gebrauchsspuren - gebraucht
  • Modell: MP34ö
  • Land: Deutschland
  • Land: Österreich
 

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